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LYONEL FEININGER
New York 1871 - 1956 New York |
BIOGRAFIE
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WEITERE WERKE
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PULU´S EASTER EGG, 1952
Öl auf Leinwand, 40,5 x 25,3 cm
Verso: Signiert und datiert: Feininger 52
Betitelt auf der Keilrahmenleiste rechts mit Bleistift: Pulu´s Easter Egg 1952
Provenienz: Sammlung Julia Feininger, New York. - Marlborough Fine Art, London. - Marlborough Galleria d´Arte, Rom. - Privatbesitz Schweiz.
Ausstellungen: Lyonel Feininger. Marlborough Galleria d’Arte. Rom 1971. - Lyonel Feininger: Dipinti, Acquarelli, Disegni. Galleria del Milione. Mailand 1972, Nr. 13.
Das Gemälde wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis (Band 3) der Gemälde von Lyonel Feininger (1871-1956), herausgegeben von Achim Moeller, aufgenommen. |
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Mit New York, seiner Geburtsstadt, und der Stadt in der er von 1937 bis zu seinem Lebensende wohnte, verband Feininger ein ambivalentes Verhältnis. Als Kind boten ihm die Schiffe und Lokomotiven zahlreiche Motive, aber nach seiner Rückkehr stimulierte ihn das, was er sah, zunächst nicht. Erst nach und nach entdeckte er die Stadt wieder für sich und am 3. Februar 1942 schrieb er schließlich an seinen Freund, den Kunsthistoriker Alois Schardt (1889-1955): „New York is the most amazing city in its atmosphere, color and contrasts in the whole world. Alone the magnificent and daring uplift of its high buildings is unique. Not to speak of the light.”1
Diese faszinierende Vertikalität von New York, der Stadt in der die Sicht auf den Himmel oftmals von den hoch aufragenden Wolkenkratzern eingerahmt wird, ist auch in Feiningers Gemälde ,Pulu’s Easter Egg‘ immanent. Am linken, unteren und rechten Bildrand ragen in grauen und schwarzen Tönen Hochhäuser empor, die den Blick auf den grün-gelb schimmernden Nachthimmel, in dessen Mitte der gelbe Mond leuchtet, freigeben. Die Gebäude zeichnet dabei eine angulare Strenge aus, die im Kontrast zur freien Gestaltung des Himmels steht. ,Pulu’s Easter Egg‘ besticht durch seine starke abstrakte Qualität, die Feiningers Spätwerk auszeichnet, und verdeutlicht, dass Feiningers bildkompositorische Lösung für seine introspektive Sicht auf die Motive Manhattans in der Auflösung der Wolkenkratzer in atmosphärischen Raum bestand.2 Mit dem Gemälde, das er seiner Frau Julia, deren Kosename „Pulu“ war, widmete, gelingt Feininger damit das, was er bereits am Anfang seiner Beschäftigung mit dem Manhattan-Motiv anvisierte: „... zu erreichen woran Andere vorübergehen, d.h., ohne „Symbolik“,sondern durch Aufbau und Durchdringung, abstrakte Entmaterialisierung, Ausschaltung alles Episodischen.“3
Text verfasst vom Lyonel Feininger Project LLC c/o Achim Moeller, New York – Berlin
1 Archiv des Lyonel Feininger Project LLC, New York, zit: „New York ist die faszinierendste Stadt der ganzen Welt, was ihre Atmosphäre, ihre Farben und ihre Kontraste betrifft. Schon die prachtvolle und kühne Erbauung ihrer hohen Gebäude ist einzigartig. Gar nicht erst zu reden vom Licht.“ (Übersetzung Dr. Antonia Boswell-Ellbogen).
2 vgl. Hans Hess, Lyonel Feininger, S. 154
3 Lyonel Feininger an Alois Schardt, New York, 8. November 1940, Archiv des Lyonel Feininger Project LLC, New York
Literatur: Hans Hess: Lyonel Feininger. W. Kohlhammer Verlag. Stuttgart 1959, Abb. S. 299, Nr. 516. |
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