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ALFRED KUBIN
Leitmeritz/Böhmen 1877 – 1959 Zwickledt bei Wernstein am Inn |
BIOGRAFIE
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WEITERE WERKE
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DER POLARKÖNIG, um 1905/06
Kleisterfarbe auf Katasterpapier, 315 x 375 mm
Signiert rechts unten: Kubin
Bezeichnet links unten: Der Polar-König (überschrieben: Der Robben-König)
VERKAUFT |
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Nur in einer kurzen Phase seiner künstlerischen Werkentwicklung, und zwar in den Jahren 1905 bis etwa 1906/07, verwendet Alfred Kubin die spezielle Technik der Kleisterfarben, die er nach eigener Aussage während seines Besuchs in Wien in Frühjahr 1905 bei Koloman Moser kennenlernt: Bei dieser Bildtechnik, die unter anderem Franz von Zülow intensiv über Jahrzehnte seines Schaffens verwendet, wird als Bindemittel Kleister verwendet, der einen charakteristischen, verschleifenden Effekt der Farbkomposition hinterlässt. Rein malerische Darstellungen wie diese sind sehr selten im Werk Alfred Kubins. Ganz charakteristisch für den großen österreichischen Zeichner ist jedoch die phantastische inhaltliche Motivbearbeitung. Kubins Bildkompositionen führen immer in die Welt des Heimlichen und zugleich Unheimlichen bzw. in eine Mischung aus kindlichem Märchen und erwachsenen Visionen: Seine Bildkompositionen schildern eine Zwischenwelt, von der aus oder in die hinein viele unterschiedliche perspektivische Entwicklungen und Erzählmomente möglich sind.
Der Künstler hat das Blatt selbst betitelt, wobei er interessanterweise den ersten Titel überschrieben hat, sodass hier einmal mehr festgehalten werden muss, dass die narrative Dimension dieser Doppelbegabung - denn Kubin war auch als Schriftsteller tätig - sowohl in der Bildarbeit als auch im bewussten Umgang mit Betitelung bzw. später auch mit Textfragmenten im Bild zum Ausdruck kommt.
Peter Assmann
Literatur: Annegret Hoberg (Hg.): Alfred Kubin. Neue Galerie New York und Prestel Verlag München, Berlin, London, New York 2008, vgl. S. 185, Abb. 78. |
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