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WASSILY KANDINSKY
Moskau 1866 – 1944 Paris
WERKE
 


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Wassily Kandinsky, 1866 in Moskau geboren, war bereits ausgebildeter Jurist, als er 1896 zum Studium der Kunst nach München kam. 1901 gründete er eine eigene Kunstschule, in der Gabriele Münter seine Schülerin wurde. Von 1904 bis 1908 ging er mit ihr auf Reisen, unter anderem nach Rapallo und Paris. Im Sommer 1908 verbrachten sie in Murnau im bayerischen Alpenvorland mit Alexej Jawlensky und Marianne von Werefkin einen äußerst produktiven Malaufenthalt, der den Durchbruch zu einer farbintensiven und expressiven, im Falle Kandinskys auch abstrakten Malerei einleiten sollte.
Ab 1909 begann Kandinsky in seinen größeren Bildern „Eindrücke innerer Natur“ zu gestalten, innere Visionen, Vorstellungen und Phantasien, die nicht nur motivisch, sondern auch formal der bildenden Kunst neue Dimensionen und Darstellungsinhalte eröffneten. In ihnen lassen sich eine Befreiung der Farbe von der Gegenstandsbeschreibung, eine Emanzipation der Linie und eine zunehmende Verschlüsselung der Motive beobachten. 1911 gehörte er mit Franz Marc in München zu den Gründungsmitgliedern des „Blauen Reiter“.
Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges 1914 kehrte Kandinsky in sein russisches Heimatland zurück. In Moskau war er in verschiedenen revolutionären Künstler–Gremien tätig, bevor er 1921 einem Ruf von Walter Gropius an das Bauhaus in Weimar folgte und zusammen mit seiner zweiten Frau Nina nach Deutschland zurückkam. Hier lehrte er als Leiter der „Werkstatt für Wandmalerei“ unter anderem an der Seite von Paul Klee, dessen Nachbar er nach der Übersiedelung des Bauhauses 1925 in Dessau wurde. Nach der Schließung des Bauhauses durch die Nationalsozialisten 1933 emigrierte er nach Paris. Hier schuf Kandinsky bis zu seinem Tod 1944 sein Spätwerk, in dem er die konstruktive Verfestigung seines Formenvokabulars der Bauhaus–Jahre in eine Welt von organischen Mikrostrukturen überführte, deren oft künstliche Farben von Rosa, Türkis, Silber und Gold an seine russischen Ursprünge denken lassen.